Ortsgeschichte von Wolferschwenda

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Wolferschwenda im Jahre 979. In diesem Jahr schenkte Kaiser Otto II. das Dorf dem Kloster Gandersheim. Nach häufig wechselnden Besitzverhältnissen zwischen weltlichen und geistlichen Grundherren, ging 1560 der Ort endgültig in den Besitz der Grafen von Schwarzburg über.

Im Jahr 1511 wurde die erste Linde an der Hauptstraße gepflanzt. Sie wurde ein stattlicher Baum und zum „Wahrzeichen" des Ortes. Das Gemeindesiegel trägt heute ebenfalls den Lindenbaum mit darunter liegendem Waidmühlenstein. Die Linde musste nach 450 Jahren (1962) aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg zählte Wolferschwenda gerade einmal 67 Einwohner.

Von 1618 bis 1648 war das Dorf Filialort der Kirche Rohnstedt, weil es so verarmt war. Danach hatte Wolferschwenda wieder einen eigenen Pfarrer. 1699 wurde das erste Pfarrhaus gebaut, welches 1885 neu erbaut worden ist.

Das Backhaus (mundartlich: Backs), welches auch heute noch das Dorfbild prägt, wurde im Jahre 1778 gebaut. Es war einst Mittelpunkt aller gemeinschaftlichen Angelegenheiten. Hier hielt man Versammlungen ab, Rechnungen wurden geprüft, trafen sich Gemeindevorsteher, wurden Käufe und Verkäufe getätigt und landesherrliche Verordnungen ausgehangen. Das Backs wurde stark von den Bürgern genutzt. Es wurden mehrere Backtage angesetzt. Mitte der 50er Jahre wurde das Backhaus stillgelegt. 1980 wird es unter Denkmalschutz gestellt.

1855 wurde eine Schenke, Gasthaus „Zur Linde" genannt, auf dem Anger erbaut. Auf Grund der wachsenden Bevölkerungszahl wurde 1906 ein Anbau getätigt. Der kulturelle Mittelpunkt verlagerte sich vom Backhaus in die Schenke. In der Gaststätte wurden die Sitzungen des Gemeinderates abgehalten. Vereinssitzungen, Tanzveranstaltungen und die Spinnstube fanden in der Gaststube oder auf dem Saal statt. 2000 schließt die Schenke ihre Pforten.

1934 wurde von der Gemeinde ein Schlachthaus mit Räucherei hinter der Schenke erbaut. Dort konnten die Bürger ihre Schweine schlachten oder frisch geschlachtetes zu Kaufen.

1895 zählte Wolferschwenda erstmals wieder 225 Einwohner.

Im Jahr 1899 wurde eine Schule errichtet. Nach langem Hin und Her mit dem Fürstlich- Schwarzburgischen Ministerium, wurde im Herbst des Jahres die Schule eingeweiht. Die Kinder saßen in einem ausreichend großen Raum mit hohen Fenstern in Zweier-Bänken und wurden unterrichtet. Ab 1953 gehen die Kinder von 10 bis 14 Jahren in Freienbessingen zur Schule. Aus dem Klassenzimmer wird ein Jugendraum.

Am 01. Juni 1956 wird im Klassenraum ein Erntekindergarten eröffnet. Einen Monat später zieht der Kindergarten in das Haus gegenüber der Schenke. Dort wurden einmal mehr und mal weniger Kinder bis 1972 gepflegt, betreut und erzogen. Danach besuchten sie den Kindergarten in Freienbessingen.

1965 wurde an die Scheune der Schenke ein Feuerwehrgerätehaus angebaut. Unweit davon wurde ein Jahr später ein Löschteich angelegt.

1970 wird der ehemalige Klassenraum zur Konsum-Verkaufsstelle umgebaut. Dort konnten Waren des täglichen Lebens erworben werden. Nach der Wende, im Jahr 1992, wurde die Verkaufsstelle geschlossen. Der Raum wurde Jugendraum und 1996 als Raum für Festlichkeiten eingerichtet.

 

 

      Quelle: „Chronik der Gemeinde Wolferschwenda in Thüringen"

                                                      Wolfgang Weinmann

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